"Bitterlich enttäuscht, aber stolz"

Die Stimmen zum Ausscheiden im Pokal-Halbfinale

Theodor Gebre Selassie nach dem Pokalaus gegen Leipzig.
Das tut weh: Theodor Gebre Selassie nach dem Pokalaus gegen Leipzig (Foto: nordphoto).
Profis
Samstag, 01.05.2021 / 00:40 Uhr

Von Anne Gossner

In einem Pokalfight müssen sich die Grün-Weißen letztlich in der 121. Minute der Verlängerung gegen RB Leipzig geschlagen geben (zum Spielbericht). „Wir sind sehr enttäuscht. Das ist extrem bitter, weil so viel drin war“, sagte Leonardo Bittencourt sichtlich geknickt nach dem Schlusspfiff. Florian Kohfeldt, der weiterhin Trainer des SVW bleiben wird, lobte die Leistung seiner Mannschaft, die Enttäuschung sei dennoch groß: „Ich bin bitterlich enttäuscht, aber sehr stolz auf meine Mannschaft.“

WERDER.DE fasst die Stimmen von Leonardo Bittencourt, Davie Selke sowie Cheftrainer Florian Kohfeldt zusammen.

Zum Spielverlauf:

Milos Veljkovic nach Abpfiff im DFB-Pokal Halbfinale gegen RB Leipzig.
Milos Veljkovic nach Abpfiff im DFB-Pokal-Halbfinale (Foto: nordphoto).

Leonardo Bittencourt: "Wir sind sehr enttäuscht, weil wir so kurz davorstanden, Leipzig ins Elfermeterschießen zu zwingen. Das ist extrem bitter. Für uns war so viel drin heute... In den letzten Spielen haben wir haben den Kopf hängen gelassen und das ist heute nicht passiert. Wir haben eine gute Leistung gegen einen extrem starken Gegner gebracht. Die beiden Tore sind gegen die Qualität von Leipzig dann schwer zu verteidigen."

Davie Selke: "Riesenrespekt an die Mannschaft und das Trainerteam. In der Phase, in der wir gerade sind über 120 Minuten so eine Leistung zu zeigen, ist stark. Natürlicht ist Fakt, dass wir in der Liga weiterhin sieben Niederlagen in Folge haben. Aber auch daher ist es nicht selbstverständlich, so eine Leistung und Reaktion zu zeigen. Wie die Jungs das umgesetzt haben, ist der Wahnsinn."

Frank Baumann: "Wir wollten eine Reaktion der Mannschaft sehen und die haben wir heute gesehen. Das war ein Pokalfight und wir waren sehr gut im Spiel drin. Die Spieler haben aufopferungsvoll gekämpft, waren deutlich aktiver und sind nachdem Rückstand zurückgekommen. Das war die Reaktion und der Spirit den wir sehen wollten."

Florian Kohfeldt: "Das war ein Wahnsinns-Spiel von uns. Eine Mannschaft mit so einer individuellen Qualität so zu bekämpfen und Torchancen zu verteidigen und selbst rauszuholen - das war wirklich stark. Das ist letztendlich natürlich extrem bitter, aber wir können natürlich auch Mut für die Liga schöpfen. Ich bin bitterlich enttäuscht, aber stolz auf meine Mannschaft. Sie hat alles reingeworden und sehr aufopferungsvoll gespielt. Die Reaktion und die Leistung der Mannschaft war herausragend." 

Zur Personaldiskussion und den Endspielen in der Liga:

Werder Bremen vor der Verlängerung im Pokal Halbfinale gegen Leipzig.
Die Mannschaft zeigte im Halbfinale eine geschlossene Leistung (Foto: nordphoto).

Leonardo Bittencourt: "Wir als Spieler geben unsere Antworten auf dem Platz. Das haben wir in den letzten Wochen nicht gemacht, aber ich denke heute hat man gesehen, dass die Mannschaft lebt. An dieser Leistung müssen wir anknüpfen. Wenn wir kein Gas geben, ist ein Trainer ganz schnell weg. Aber wir haben die Antwort heute gegeben und das müssen wir in den nächsten Spielen auch machen, ansonsten geht’s runter."

Davie Selke: "An dieser Stelle auch ein Kompliment an Flo. Für ihn war das alles nicht einfach und wie er das umgesetzt hat, davor habe ich einen Riesenrespekt. Er hat uns die ganze Woche über betreut. Und ich denke, dass was wir heute auf dem Platz gezeigt haben ist Antwort genug. "

Frank Baumann: "Natürlich bleibt Flo nach dieser Leistung Trainer. Nach sieben Niederlagen war klar, dass wir unsere Leistung und unser Auftreten verändern müssen. Heute haben wir ein anderes Gesicht gezeigt. Wir haben in der Liga noch drei Endspiele und wenn wir die Leistung auf den Platz bringen, werden wir das schaffen. Der komplette Fokus liegt auf den letzten Spielen und das wollen wir in dieser Konstellation schaffen."

Florian Kohfeldt: "Es freut mich, hier Trainer zu bleiben, weil ich das zu Ende bringen will. Eine Mannschaft so wie sie heute gespielt hat, kann kein grundlegendes Problem mit dem Trainer haben. Die Spieler haben nicht für mich gespielt, sondern für sich. Aber sowas kann man nicht abliefern, wenn es Probleme mit dem Trainer gibt."

 

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